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Heimat- und Verkehrsverein (HVV)
 63785 Obernburg am Main

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Obernburger GaststÀttengeschichte(n)

Der Bericht ĂŒber Obernburger GaststĂ€tten soll Vergangenes wieder in Erinnerung rufen. Im diesjĂ€hrigen Beitrag wird von GaststĂ€tten berichtet, die nicht mehr bestehen. Die AufzĂ€hlung wird im nĂ€chsten Jahr fortgesetzt.

Entstehung von GaststÀtten
GaststĂ€tten sind seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt und haben sich im Mittelalter mit dem verstĂ€rkten Reiseverkehr von Kaufleuten und Pilgern an verkehrsreichen Punkten (Durchgangsstraßen, BrĂŒcken) weiter herausgebildet. Neben dem Alkoholausschank und der Beherbergung von Fremden war eine weitere wichtige Funktion der Ausspann fĂŒr die Tiere, denn wer zu Fuß, mit Pferd und Esel oder per Kutsche reiste, musste of pausieren, sich stĂ€rken, die Tiere versorgen.

FĂŒr das GaststĂ€ttenrecht zahlten die Wirte eine einmalige GebĂŒhr und einen jĂ€hrli­chen Zins. GemĂ€ĂŸ ihrem öffentlichen Auftrag mussten GasthĂ€user jedermann bedienen, der nicht von Rechts wegen ausgeschlossen war (z. B. unehrliche Leute, GeĂ€chtete, Randgruppen) und der in bar oder mit Pfand zahlte. Aber auch Auflagen waren zu erfĂŒllen, z.B. musste schon 1878 der "Abtritt mindestens zwei Sitze haben und gut belĂŒftet sein".

Im 19. Jh. waren die GasthĂ€user dann Treffpunkt der ortsansĂ€ssigen Einwohner. Nachrichten und Ereignisse wurden ausgetauscht. Zeitungen, Radio und Fernsehen gab es ja nicht. Üblicherweise galt "400 Seelen pro GaststĂ€tte". Bis zur Elektrifizierung prĂ€gte Dunkelheit die Abende. Licht war teuer und stellte einen Grund dar, eine Schenke zu besuchen. Wichtig waren aber auch Kamin und Heizung, weil viele das BedĂŒrfnis hatten, sich im Winter etwas zu erwĂ€rmen und das war in einer GaststĂ€tte möglich.

Angesichts tarifierter Preise suchten die Wirte mit Nebenbetrieben (Metzgerei, BĂ€ckerei, Weinhandel) zusĂ€tzlichen Verdienst und waren bemĂŒht, ihre GĂ€ste mit eigenen Speisen und GetrĂ€nken zu bewirten. Mancher Gastwirt konnte es sich auch leisten, sein Bier selbst zu brauen und auszuschenken. Wirte zĂ€hlten zu den Bessergestellten. Unterschieden wurden die GaststĂ€tten in Schank- (GetrĂ€nkeausschank an Ort und Stelle) und Speisewirtschaften (Verzehr zubereiteter Speisen an Ort und Stelle).

Woher kommen Gastwirtschaftsnamen?
Die Evangelisten werden oft mit Symbolen dargestellt: Markus mit dem Löwen, MatthĂ€us mit dem Engel, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler. Auf diese Symbole sind viele GaststĂ€ttennamen zurĂŒckzufĂŒhren. Wegen der Verehrung der Drei Könige, deren Reliquien 1164 nach Köln ĂŒberfĂŒhrt wurden, breitete sich deren Verehrung in Deutschland aus, woran GaststĂ€ttennamen wie Mohr, Stern und Krone erinnern. Im 16. Jahrhundert entstanden aber auch aus den Wappen der Besitzer die ersten Gasthausnamen wie Adler, BĂ€r, Falken, Hirschen.

Von einigen Obernburger GasthĂ€usern weiß man nur, dass sie existiert haben sollen, wie z.B. das bĂŒrgerliche Weinlokal „Zum GrĂŒnen Baum“ im frĂŒheren Haus Kehrer/Schreck in der Oberen Gasse, das Gasthaus „Zum Adler“ bereits 1824 an der Stelle des „Bayerischen Hofs“, die Gastwirtschaft „Zum BĂ€ren“ (wahrscheinlich neben dem „Hirschen"), von der es heißt, dass der BĂ€renwirt nebenher Schiffmann war und er deshalb auch hĂ€ufig Schiffsleute zu Gast hatte, die dann fĂŒr laute Stimmung in der Gaststube gesorgt haben sollen. Mehr weiß man von folgenden GasthĂ€usern.

Fotos mit dem KĂŒrzel (TS) stammen von Thomas StĂŒhler, Briefmarkentauschring Obernburg 1983 e.V.

Zum Vogel Strauß

Vogel Strauss TS 128

(TS)

An der Ecke Römerstraße/ Kaisergasse war das Gasthaus „Vogel Strauß“ gelegen, ein stolzes und großes Anwesen mit Ausschank, Brauerei und Kegelbahn, das seit 1845 die Konzession hatte. Wirt und Bierbrauer war Thomas Braun.

Vogel Strauss Wendelinuskapelle Ovgo Braunscher Garten

Die Brauerei besaß vor der OVGO Bebauung neben der alten Wendelinuskapelle an der Miltenberger Straße auch den schön gelegenen und beliebten Braunschen Biergarten.

Brauns Nachfolger wurden Josef Will und Josef Reis. Die Obstverwertungsgenossenschaft OVGO wurde 1890 in den GastrĂ€umen gegrĂŒndet und hatte ihre erste Kelteranlage auch in der Brauerei errichtet. Die GebĂ€ude wurden 1902 von Josef Reis an Josef Kempf verkauft, der eine Möbelschreinerei einrichtete. Kempf gab 1919 die Gastronomie auf. Die Konzession wurde vom „Ludwigskeller“ ĂŒbernommen.
In die GebÀude zogen spÀter die Kreissparkasse, das LebensmittelgeschÀft Axt, die erste Eisdiele, ein Samenhaus und eine Reinigung ein. Nach dem Abriss aller HÀuser zwischen Kaisergasse und Badgasse entstand hier der Neubau der Raiffeisenbank.

Zum Engel

Zur Rose


Der „Engel“ war ein reprĂ€sentatives Gasthaus in der Mainstraße. Die Tochter des Wirts Balthasar Helm verehelichte sich mit Ulrich Wörn. Es folgten als Wirte 1881 Josef Wörn und 1899 Heinrich Wörn. Heinrich ließ das Anwesen abbrechen und 1900 durch ein neues Wohn- und GeschĂ€ftshaus ersetzen. Im neuen Haus hielt noch eine ganze Weile die GaststĂ€tte die Tradition lebendig. Bei der Eröffnung der Stadthalle 1927 ĂŒbertrug Heinrich Wörn das Schankrecht,das er alljĂ€hrlich durch einen Fassanstich fĂŒr die Feuerwehr erneuert hatte, vom „Engel“ auf die Stadthalle. Heute ist das GebĂ€ude ein Wohnhaus.

Als Wirte fĂŒr dieses Gasthaus in der Römerstraße werden Jakob Cammer und seit 1852 Alois Schwab genannt, der die Posthalterei aus dem „Ochsen“ in die „Rose“ verlegte. In die Posthalterei vor dem Unteren Tor konnten die Postkutschen ohne Aufenthalt durchs geöffnete Tor in die gerĂ€umige Torhalle einfahren und die aussteigenden PostgĂ€ste hatten nur einen Schritt zum Wirtschaftseingang, wo es neben den WirtsrĂ€umen auch Fremdenzimmer und PferdestĂ€lle gab. Die Gastwirtschaft hatte einen guten Ruf. Schwab verkaufte 1891 das Anwesen an die Stadt, 1896 kaufte Franz Kunig die drei HĂ€user, Römerstraße 75, 77 und 79.

Mit der Auflassung der Posthalterei (Kunig ĂŒbernahm die Bahnspedition) wurde wahrscheinlich auch die Gastwirtschaft geschlossen. Kunig hinterließ das Anwesen seinen drei Töchtern (verheiratete Zink, Schmidt und Appel). SpĂ€ter wurden die Anwesen auch als stĂ€dtisches Mietshaus fĂŒr Beamte genutzt. Ein Zimmer diente als stĂ€dtisches Wachlokal. Seit 1966 befindet sich der Edekamarkt Hornung in den drei HĂ€usern.

Zur Krone

Zur Sonne

Im DreißigjĂ€hrigen Krieg bezog Schwedenkönig Gustav Adolf mit seinen GenerĂ€len am 22.11.1631 Quartier in der „Krone“. Ebenso war im gleichen Jahr Königin Maria Eleonore von Schweden zu Gast. Auch des Königs Reichskanzler Oxenstierna wohnte am 21.12.1631 in der „Krone“. 1639 weilte General Piccolomini hier, dazu noch viele weitere „KriegsgĂ€ste“. Die „Krone“ bestand bis 1875 an der Ecke Römerstraße/Mainstraße. Sie war Wohn- und Gasthaus der Wirte Deckelmann, Meschino, Mott und Schadt bevor sie von Schadt auf Franz Josef BĂŒchold ĂŒberging, der hier dann eine Schnittwaren- und Spezereihandlung sowie Auswanderungsagentur betrieb. 1903 ĂŒbernahm Johann Benninger das Haus und grĂŒndete ein TextilgeschĂ€ft. Nach der GeschĂ€ftsschließung kam wieder Gastronomie in das Haus, erst unter dem Namen „König Gustav“ und danach bis Ende 2007 als „Schinderhannes”. Seit Ende 2008  wird die GaststĂ€tte unter verschiedenen Namen gefĂŒhrt, 2010 als “Stoppschild”.

Einladend lag die „Sonne“ in der Römerstraße, Ecke Obere Gasse. Das GebĂ€ude soll 1579 erbaut worden und frĂŒher ein Kloster gewesen sein. Erst danach wurde es „Zur Sonne“, die als mittelalterliches Großgasthaus, als eine historische GaststĂ€tte ersten Ranges beschrieben wird. 1644 soll Jörg Wilhelm Helm der Wirt gewesen sein. Im Jahr 1743 wird erwĂ€hnt, dass wĂ€hrend des österreichischen Erbfolgekrieges die Stadt fĂŒr die im Gasthaus „Zur Sonne“ einquartierten Husaren sieben Gulden und 52 Kreuzer zahlen musste. Der erste Posthalter Friedrich Mergert war in der „Sonne“ stationiert bis sein Nachfolger Johann Adam Helm 1768 die Poststation ins Gasthaus „Zum Ochsen“ verlegte.

Als Wirte sind bekannt: Ball (1782), Georg Becker (1834), Wilhelm Henn, Kaspar Hofmann (Sonnenwirt und Schiffmann 1829), Gustav Hofmann (1858), August Ruppert (1868-1873), Theodor Groh (1873-1875) und der aus der Haßfurter Gegend gekommene Konrad Birkner (10.10.1875). Unter Birkner war die „Sonne“ auch als Brauerei bekannt. Das Bier wurde wegen seiner Herbheit gerne getrunken. 1869 wurde im Gasthaus „Zur Sonne“ die Freiwillige Feuerwehr gegrĂŒndet und nach 1879 war der Saal zeitweise Übungslokal des Turnvereins. Im Jahr 1922 heiratete der Gastwirt Leo Pfeifer aus Elsenfeld die Gastwirtstochter Eva Birkner, deren Vater ihr damals sein Anwesen, auf dem die reale Gastwirtschaftsgerechtigkeit „Zur Sonne“ ruhte, ĂŒbergab. Da die Ehe kinderlos blieb, vererbten sie alles an ihr DienstmĂ€dchen Rosine Gropp.

Die „Sonne“ wurde gerne besucht und wenn die MĂ€nner mal wieder vom Schoppen nicht heimkamen, sollen sich deren Frauen gewĂŒnscht haben: „Wenn die Sonne doch nur mal unterginge!“

Ein Protokoll vom 4.10.1926 im Stadtarchiv zeigt die GrĂ¶ĂŸe der „Sonne“ und dass auch damals modernisiert werden musste. „Die Abortanlagen im Hofe sind zu vergrĂ¶ĂŸern; herzustellen ist ein Herren- und ein Damenabort und ein gerĂ€umiges Pissoir. Auf Verbesserung der Abortanlage im 1. Stockwerk ist Bedacht zu nehmen, doch genĂŒgt hier ein Abort.“ „Die Ausschankerlaubnis bezieht sich auf die Torhalle, das rechts daran befindliche Nebenzimmer und das links an sie anstoßende Gastzimmer. Der Fremdenbeherbergung dienen ein heizbares und vier unheizbare Fremdenzimmer. Die Einrichtung von zwei weiteren Fremdenzimmern wird in Aussicht genommen.“

Rosine Gropp verkaufte das Anwesen an die Kreissparkasse. Die GebÀude wurden bis auf die beiden eindrucksvollen Giebel abgerissen. 1954 entstand der Neubau der Kreissparkasse, wobei die Giebel in die neuen GebÀude integriert wurden und so noch an die alten Zeiten erinnern.

Zum Hirschen

Ein recht bewegtes Schicksal hat der “Hirschen“ (Obernburger Wappentier) an der Ecke Römerstraße/Schillerstraße erlebt. War er noch 1829 ein Haus mit Stall und Scheune, Gastwirtschaft und Lohnkutscherei, so wurde er unter seinem spĂ€teren Wirt Franz Kunig zu einem der bestrenommierten GasthĂ€user mit Tanzsaal und Anbau mit Gastzimmern und Kegelbahn. Franz Kunig verkaufte 1896 den „Hirschen“ und kaufte dafĂŒr das Gasthaus „Rose“, heute Lebensmittelmarkt Hornung. 1896 bis 1913 war der „Hirschen“ dann im Besitz der Eder-Brauerei. In kurzen AbstĂ€nden wechselten die PĂ€chter Gundlach, Heulheck, Metz, Herrmann, Schnitzlein und Eckstein. Schließlich konnte 1913 Cornel MĂŒller aus Michelstadt das Gasthaus und Hotel „Zum Hirschen“ kaufen.

Der „Hirschen“ war das vornehme Obernburger Gasthaus und er ĂŒbernahm die Rolle von “Engel“ und „Krone“. Im „Hirschen“, im Wirtsgarten und im Saalbau spielte sich ab 1900 das Obernburger Leben und Vereinsleben ab. Der Zweite Weltkrieg (der Sohn August von Cornel MĂŒller, der das Haus ĂŒbernehmen sollte, fiel im Krieg) und mancherlei Umschichtungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben brachten danach den „Hirschen“ zur Aufgabe.

1938 kaufte die Stadt den hinteren GebĂ€udeteil in der Schillerstraße fĂŒr ihr neues Feuerwehrhaus und fĂŒr die BĂŒrgermeisterwohnung. 1949 fand im Hirschensaal die erste Möbelausstellung der Firma Spilger statt. Das GebĂ€ude des „Hirschen“ wurde abgerissen und 1952 bezog die Hypobank das neue Haus. Anstelle des alten Wirtsgartens in der Schillerstraße erbaute 1955 die Firma Spilger ein Ausstel­lungsgebĂ€ude bevor sie auch das HypobankgebĂ€ude ĂŒbernahm und 1966 als neues Einrichtungshaus eröffnete. Auch dieses GebĂ€ude wurde wieder abgerissen und es entstand das „Spilgerhaus“ von heute, in dem ein Kellerlokal mit wechselnden Namen („Nemaninga“, „Ala Turca“, „Bacchuskeller“) eingerichtet wurde.

Zum Bayerischen Hof

Bis 1903

Bis 1928

Nach 1928

1846 kaufte Valentin Berberich das spĂ€ter als „Bayerischer Hof“ bezeichnete, und seit 1824 bestehende Gasthaus „Zum Adler“ von Michael Gramling. Weitere Wirte waren danach Siegling und Alois Reis. Im Dezember 1888 hatte der Obernburger Magistrat dann die Errichtung einer Naturalverpflegstation befĂŒrwortet und mit „Johann Alois Reis, Gastwirth zum bayerischen Hofe“ einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. (Obernburger BlĂ€tter 2000, Seite 10 ff)

 

Josef Ederer pachtete im August 1889 die Metzgerei im Hause des Alois Reis, der die Wirtschaft aber noch fĂŒr sich behielt. Nach seiner Heirat im Jahr 1890 mit Maria, geb. Neeb, kaufte Josef Ederer im Mai 1891 dann die Wirtschaft und Metz­gerei von Alois Reis ab. Am 10.5.1892 bekam er die Konzession. Ederer war auch bis 1922 der Verpflegswirt der Naturalverpflegstation.

 

Das Haus Ă€nderte mehrfach und zuletzt 1928 grĂŒndlich seine Fassade. So war frĂŒher die TĂŒr im Erdgeschoss auch das Tor, durch das man mit den Handelswagen in das Haus fahren konnte. Die Kaufmannsfuhrwerke, die auf der Strecke Frankfurt-Wertheim unterwegs waren, hatten hier eine Raststation.

 

Die Gastwirtschaft wurde 1932 von Peter Ederer ĂŒbernommen, der 1937 die Metzgerei schloss und an Stelle des Schlachthauses einen sehr schönen Saal errichtete, in dem sich danach Obernburger Vereinsleben abspielte. Folgendes Lob war da­mals zu lesen: „Ausgestattet mit guten Frem­denzimmern, so kann er seinen Obernburger AbendgĂ€sten, den unterkunftsuchenden Reisen­den, den Vereinen, den OmnibusausflĂŒglern und Sommerfrischlern gerecht werden.“ Sein Sohn Josef Ederer eröffnete 1952 wieder zusĂ€tzlich eine Metzgerei, die dann spĂ€ter in einen Neubau in der Runde-Turm-Straße umzog. Seit der Schließung der GaststĂ€tte 1978/79 befindet sich die „Römer-Apotheke“ in dem Haus.

Zum Ludwigskeller


Im „Babilon“ spielte die Stadtkapelle zum Tanz auf. Die OVGO-Burg verfiel in den dreißiger Jahren immer mehr und die Ruine wurde spĂ€ter abgetragen.

 

Die OVGO-GrĂŒnder beschlossen, dass der Ausschank der eigenen Erzeugnisse am besten unmittelbar beim Betrieb erfolgen sollte. So wurde neben den FabrikgebĂ€uden das Gasthaus „Ludwigskeller“ mit der Wirtschaftskonzession vom „Vogel Strauß“ errichtet.

Das gemĂŒtliche Lokal erhielt nach dem GrĂŒnder der OVGO, PrĂ€lat Ludwig Benkert, den Namen „Ludwigskeller“. Als Wirte des „zweitschönsten Lokals in Unterfranken nach dem Ratskeller WĂŒrzburg“ agierte Maria Bunk, die in den dreißiger Jahren von Felix Reis als PĂ€chter abgelöst wurde.

 

Die Wirtschaft wurde zu dieser Zeit in zwei Gastzimmern zu ebener Erde und in vier im dritten Stockwerk befindlichen heizbaren Fremdenzimmern und im Garten ausgeĂŒbt. Auf dem Genossenschaftsberg ĂŒber der OVGO waren um die Jahrhundertwende die OVGO-Burg und der Pavillion (Volksmund: „Babilon“) fĂŒr besondere AnlĂ€sse, Sommerfeste und zur besseren Vermarktung der OVGO-Produkte errichtet worden.

1949 wurde im Ludwigskeller die Tuspo Fußballabteilung gegrĂŒndet. Man wĂ€hlte den Lehrer Otto JĂ€ger zum Abteilungsleiter. Auch der Schachclub wurde hier aus der Taufe gehoben. Die GaststĂ€tte wurde von den Wirten Schmitz und Sonneck fortgefĂŒhrt. SpĂ€ter stand im Ludwigskeller einer der ersten FernsehempfĂ€nger Obernburgs und lockte viele GĂ€ste (besonders bei Fußball-LĂ€nderspielen) an.

 

 

Der Name „Ludwigskeller“ wechselte 1971 in „Restaurant Pizzeria Ludwigskeller“ (Maria Safina) und 1999 dann in „Pizzeria Taormina“. Parallel zum Abriss der benachbarten OVGO-GebĂ€ude wurde das GebĂ€ude des „Ludwigskellers“ renoviert und in die neu gestalteten RĂ€ume zog 2004 das „EiscafĂ© Lido“ ein.

Altdeutsche Weinstube

In einem stĂ€dtischen Protokoll vom 14.12.1926 ist festgehalten: „Josef Hain hat das Anwesen seines Vaters Karl Hain kĂ€uflich erworben. In diesem Anwesen wird seit dem Jahre 1865 die Schankwirtschaft ausgeĂŒbt.“ Josef Hain bat damals die Stadt, ihm und seiner Ehefrau die AusĂŒbung der Gastwirtschaft zu erteilen, da er kĂŒnftighin beabsichtige, Fremde zu beherbergen. Dies wurde genehmigt.

Die Werbung von 1928 beschreibt das Haus als „Gasthaus und Weinrestaurant am Oberen Tor, Besitzer Josef Hain (gut bĂŒrgerliches Haus), vorzĂŒgliche KĂŒche, eigene Metzgerei, bestgepflegte Weine, ff Biere, eigene Apfelweinkelterei, großer, schöner, schattiger Wirtschaftsgarten.“

Nach dem Krieg ĂŒbernahm die vor dem Oberen Tor liegende „Altdeutsche Weinstube“ als „Fernfahrerheim“ die Aufgabe, die Fahrer der Fernlaster zu beherbergen. Hier gab es noch einen einigermaßen ausreichenden Parkplatz vor dem Haus.

Hain Wirtschaft coloriert

Nach dem Tod von Josef Hain wechselte das Gasthaus den Besitzer (Christa und Hilmar Sauer), sein Ă€ußeres Gesicht (Plattenverkleidung) und seinen Namen in „Stadttor“ (Bild rechts) und dann nochmals in „Kult“. Nach dem Abriss des alten GebĂ€udes entstand im Jahre 2003 der Neubau unter dem Namen "Cafe-Bar-Restaurant KULT", bewirtschaftet von Peter Amrhein.

Hain Fernfahrerheim durch Torbogen Ausschnitt
Hain Stadttor Wirtschaft

Zum Löwen

Im Archiv wird der „Löwen“ schon 1743 erwĂ€hnt. Wegen des eigenen Brauhauses wurde im „Löwen“ einstmals nur selbstgebrautes Bier ausgeschenkt. Als Wirte sind bekannt: Johann Schadt (Wirt und Bierbrauer), Erlach, Fuchs, Heilos, Hönlein, 1883 Hebi (BĂ€ckerei und Gastwirtschaft).

1921 ĂŒbernahm Josef Elbert den „Löwen“ pachtweise von seiner Schwiegermutter, der Witwe Maria Hebi. In einem stĂ€dtischen Protokoll ist vermerkt: „Da der Gesuchsteller Josef Elbert und seine Ehefrau Elisabeta geb. Hebi dahier heimat- bzw. unterstĂŒtzungswohnsitzberechtigt sind und einen sehr guten Leumund genießen wurde die Erlaubnis zum Betrieb der Gastwirtschaft am 21.12.1921 erteilt.“ „Die Erlaubnis erstreckte sich auf zwei Gastzimmer im Erdgeschoss, einen Saal, ein Trinkzimmer und zwei Fremdenzimmer im ersten Stock.“ Ein Gesuch Elberts auf Erweiterung der Konzession auf ein Versammlungslokal im Erdgeschoss und auf sieben Fremdenzimmer wurde im April 1929 befĂŒrwortet.

Josef Elbert ĂŒbergab den „Löwen“ an Anton Gutmann. Unter ihm wurde das Lokal gern besucht. Im „Löwen“ trafen sich viele Stammtische und die beiden Nischen im Nebenzimmer waren immer schnell besetzt.

Loewen Loewen Stammtisch

In den frĂŒheren Tanzsaal in der Badgasse zogen spĂ€ter eine Kleiderfabrik und danach eine TeddybĂ€renfabrikation ein. Nach Abriss und Neubau entstanden Fremdenzimmer, die spĂ€ter zu Assylantenwohnungen umgebaut wurden.

Mit Anton Gutmann endet die Geschichte des „Löwen“. Neue Gastronomen Ă€nderten Konzept und Namen („Stefansinsel“ und „Golden Lion Pub“), doch ohne bleibenden Erfolg. Nun stehen die GebĂ€ude in der Römerstraße und der Badgasse schon viele Jahre leer und die EigentĂŒmer ĂŒberlassen sie sich selbst.

Zum BraustĂŒbl

In Obernburg existierten frĂŒher einige BrauhĂ€user mit Gastronomie. Eines davon lag in der Römerstraße (rechtes GebĂ€ude der Firma Bitter) und bestand aus Wohnhaus, BrĂ€uhaus, NebengebĂ€ude, Scheuer mit Stall und Holzremise. Als Wirte sind bekannt: Erbacher (Erbacher’sche Bierbrauerei), Josef Hönlein (Bierbrauer), 1904 Klug, Thomas Braun (Wirt und Bierbrauer) und danach P. Schuster.

Die Bierbrauerei Schuster wurde 1897 umbenannt in „Zum BrĂ€ustĂŒbl“ und hieß wegen des MĂŒnchner Paulanerbieres „Hell Urtyp“, das dort ausgeschenkt wurde, allgemein „Zum Urtyp“. Das MĂŒnchener Bier hielt damals seinen Siegeszug durch die Welt und fand auch in Obernburg besonders bei den Beamten und GeschĂ€ftsleuten Anklang. Man schwĂ€rmte vom MĂŒnchener Urlaubsbier und organisierte fass- und kastenweise den Bezug.

Als die Witwe Lisette Schuster als neuen Wirt ihren neuen Mann Heinrich Castritius in das Brauhaus holte, sorgte der fĂŒr Original-MĂŒnchener-ThomasbrĂ€u-Urtyp-Ausschank. Und der „Urtyp“ war jahrelang das DĂ€mmerschoppen- und Pilgerziel aller Biergenießer.

Geworben wurde 1928 vom „BrĂ€ustĂŒbl“ mit vorzĂŒglicher KĂŒche, Fremdenzimmer, Gartenbetrieb, Biergarten auf dem Dach und mit dem Spruch: „Methusalem wĂ€r' noch am Leben, hĂ€tt's damals ThomasbrĂ€u gegeben, denn ThomasbrĂ€u ist weit und breit, das beste Bier fĂŒr alle Zeit.“

1930 verehelichte sich die Gastwirtstochter Frieda Schuster mit dem Mönchberger Gastwirt August Wolz. Wolz wanderte spĂ€ter nach Kanada aus; er war der letzte „Urtyp“. Das GebĂ€ude wurde danach und bis heute von der Firma Bitter genutzt.

Braeustueberl
Braeustueberl Urtyp mit Turnern Ausschnitt

Zur Traube

Die „Traube“ wurde 1919 von Felix Wilzbach ĂŒbernommen. Vor ihm sind folgende Wirte bekannt: Klug, Geßner, Euler, Können, Vad und Gugel. Auf Felix folgte sein Sohn Theodor. Nach dessen Tod ĂŒbernahm sein Sohn Edgar das Haus und Ă€nderte den Namen der GaststĂ€tte in „Römerhof“.

Die „Traube“, zu der auch eine Kelter gehörte, wurde beschrieben als bĂŒrgerliches Wirtslokal mit schönem Nebenzimmer, Gartenwirtschaft unter mĂ€chtigen Kastanien, Kegelbahn und Saal. Der Junggesellenmittagstisch, der StammtischdĂ€mmerschoppen, der Kegelklub (Trainings- und Wettkampflokal), private Kegelgruppen  und manche Skatrunde sorgten hier stets fĂŒr das GeschĂ€ft. Im Saal wurde 1926 das erste Obernburger Kino von Erna Schnatz eröffnet. Nach 1938 zog die Kleiderfabrik Hohm und Markert in den ehemaligen Tanzsaal, spĂ€ter wurden PlĂŒschspieltiere im HintergebĂ€ude gefertigt. 1939 heiratet Theodor Wilzbach seine Frau Irma Trunk aus Mainbullau. Aus der Ehe gingen fĂŒnf Kinder hervor. Den zum Haus gehörenden Felsenkeller im Tiefental vermachte Theodor Wilzbach unentgeltlich der Stadt.

Traube alt erhellt
Traube ohne Kastanien mit Baumann Farbe

Nach dem frĂŒhen Tod von Edgar Wilzbach erfolgte nach aufwĂ€ndigen Restaurierungsarbeiten 1993 die Neueröffnung weiterhin unter dem Namen „Römerhof“. Gastronom Zarko Covic bot neben bĂŒrgerlichen Speisen auch kroatische SpezialitĂ€ten an. In den Folgejahren kaufte die Stadt Obernburg den hinteren Teil des GelĂ€ndes fĂŒr das Pflegezentrum Obernburg. Heute firmiert das Lokal der Familie Griessmann als „Landgasthaus Hotel Römerhof“ mit Biergarten.

Moselweinstube

In der Jahnstraße bestand von 1950 bis 1996 unter dem in Trennfurt geborenen Wirt Oskar Rohleder ĂŒber viele Jahre die durch gepflegte Weine bekannte „Moselweinstube“. Oskar Rohleder war im Krieg an der Mosel in Winningen stationiert und der dadurch entstandene Kontakt mit dem Moselwein fĂŒhrte zur GrĂŒndung seines Lokals. Neben Wein wurde auch Heylands Bier ausgeschenkt. Oskar Rohleders Weinstube entwickelte sich im Lauf der Jahre nicht nur zu einem gemĂŒtlichen Treffpunkt fĂŒr Weinkenner, die hier die Erzeugnisse aller bedeutenden deutschen Großkellereien und Winzergenossenschaften kosten konnten. Der rĂŒhrige Wirt bot seinen GĂ€sten auch eine Stereo-Tanzbar, er fĂŒhrte einen GetrĂ€nkevertrieb und eröffnete spĂ€ter ein GetrĂ€nkefachgeschĂ€ft, in dem es GetrĂ€nke aus aller Herren LĂ€nder gab.

Rohleders SpezialitĂ€t war FlĂŒssiges aus Griechenland. Vieles was es an Weinen und Spirituosen im Lande Homers gab – im Weinhaus Rohleder war es auf Lager. Warum Griechenland? Rohleders Schwiegersohn kam aus Griechenland.

Das GebĂ€ude wurde stets weiter ausgebaut. Viele StammgĂ€ste fĂŒhlten sich hier wohl und in Obernburg werden viele Geschichten erzĂ€hlt, was sich alles am Stammtisch abgespielt haben soll. Nach dem Tod von Oskar Rohleder 2002 wurde das Gasthaus geschlossen.

Rohleder aussen 1952 aufgehellt
Rohleder Gaststube
Rohleder Stammtisch mit Otto Helm aufgehellt

Bahnhofswirtschaft

Im Jahre 1925 schrieb die Reichsbahngesellschaft im Obernburger Boten die Errichtung einer Bahnhofswirtschaft am Bahnhof Obernburg aus. Der Stadtrat erhob Protest. Er war einstimmig der Ansicht, dass fĂŒr die Errichtung einer Bahnhofswirtschaft keinerlei BedĂŒrfnisse vorlagen, nachdem sich in unmittelbarer NĂ€he des Bahnhofs ein CafĂ© und eine Erfrischungshalle (Kiosk der Familie Jean Roth) sowie kaum zwei Minuten entfernt zwei weitere Gastwirtschaften befanden. Die „Bahnhofswirtschaft“ wurde aber erbaut, so wie damals ĂŒblich mit getrennten GastrĂ€umen fĂŒr FahrgĂ€ste der ersten und der zweiten Klasse.

Bahnwirtschaft sw

Im Hintergrund die „Bahnhofswirtschaft“, davor das Kiosk der Familie Roth.

Bergschenke

Bergschenke

 

In ihrem Wohnhaus am Verbindungsweg zwischen Bergstraße und Katzenthal hatte Maria Schmitt das Weinlokal „Bergschenke“ eingerichtet, das bis zum Tod von Frau Schmitt bestand.

River-Ranch

Im Mai 1961 eröffnete der aus Speyer nach Obernburg gekommene Heinz GĂŒth an der Straße nach Wörth auf 1,5 Hektar den am Main gelegenen Campingplatz. Zapfstellen fĂŒr Trinkwasser, Waschgelegenheiten und Toilettenanlagen waren ebenso vorhanden wie eine kleine GaststĂ€tte, die „River-Ranch“, die im Volksmund auch „zum lustigen Zeltler“ genannt wurde. Über viele Jahre war der Platz gut besucht, bot er doch viele Wassersportmöglichkeiten. Der oft ĂŒberflutete Campingplatz wurde schließlich aufgelassen und heute brausen auf der vierspurigen Schnellstraße die Autos an dem Platz vorbei.

Riverranch1

Baba-Eck und Odenwald-Grill

Siegbert Reis eröffnete 1968 in der Römerstraße (in dem Haus, in dem sich heute das ReisebĂŒro Meisinger befindet) ein Lokal unter dem Namen „Baba-Eck“ (abgeleitet von der Baba-Brauerei). Er fĂŒhrte es bis 1972. Danach, als das Grillen u.a. von HĂ€hnchen modern wurde, wurde das Lokal unter dem Namen „Odenwald-Grill“ als SchnellgaststĂ€tte bis 1980 weitergefĂŒhrt. 1981 zog dann die Bayerische Landesbausparkasse in die RĂ€ume und die Zeit der Gastronomie war vorĂŒber.

Riverranch Campingplatz im Hochwasser
Babaeck Odenwaldquelle bearbeitet

Pilzstube

In der Querstraße von der katholischen Kirche zur ehemaligen MĂ€dchenschule bzw. zum Kindergarten Altstadt erbaute der aus der Lohrer Gegend zugezogene Heinz Weis zusammen mit seiner Ehefrau Edeltraud die „Pilzstube“. Heinz Weis war gelernter Metzger und zu seinen wöchentlichen Schlachttagen kamen viele GĂ€ste aus nah und fern in sein Lokal. An der Wand hinter dem Stammtisch war der Satz „DOHOGGEDIEDIEIMMERDOHOGGE“ angeschrieben: Übersetzt lautet das: „Da sitzen die, die immer da sitzen“.

Pilsstube

Nach dem viel zu frĂŒhen Tod von Heinz Weis wurde die Wirtschaft geschlossen und das GebĂ€ude spĂ€ter abgerissen. Auf dem GelĂ€nde wurde danach das Seniorenzentrum am Kirchplatz erbaut.

BuntSteinBogenHaus

 

 

 

 

 

Anton JĂ€ger baute in den 90er Jahren das GebĂ€ude des ehemaligen Ochsenstalles in der Unteren Wallstraße 2a zum „BuntSteinBogenHaus“ aus, gleichzeitig Kunstwerkstatt, Veranstaltungshaus, Atelier und Galerie-CafĂš fĂŒr Leute, die’s interessant, gemĂŒtlich und rauchfrei mochten. Letztendlich war dem Haus aber kein langer Erfolg beschieden.

Zum Anker

Pilsstube Gaeste aufgehellt
Buntsteinbogenhaus 1
Anker 1888

1644 kehrte Hans Heinrich Braun mit seiner Frau aus dem Kriegsdienst zurĂŒck in seine Heimatstadt Obernburg und eröffnete die Gastwirtschaft "Zum gĂŒldenen Anker" in der Mainstraße. Die Familie Braun erscheint bis zum Jahr 1694 als Besitzer des Gasthauses. Dann wurde sie fĂŒr einige Jahre von Wilhelm Helm ĂŒbernommen. Ab 1699 wird Paul Stahl als Besitzer des "Ankers" genannt.

1873 wurde dann dem BĂ€cker Ernst Deckelmann die Erlaubnis zur AusĂŒbung der Gastwirtschaft "Zum Anker" erteilt. Seither befindet sich das Gasthaus im Besitz der Familie Deckelmann und wurde stets traditionsverbunden fortgefĂŒhrt.

Das Anwesen war sehr umfangreich und bestand aus Wohn- und Gasthaus, Scheuer mit Stall, BranntweinbrennereigebÀude, Wohnhausanbau und Einfahrt, Remise mit Schweinestall und Waschhaus, Holzremise mit Schweinestall.

Bevor das ehemalige Stadtcafe an der Ecke Römerstraße/Schillerstraße eröffnet wurde, war diese BĂ€ckerei im Gasthaus "Zum Anker" untergebracht.

Anker alt_001
Anker alt_002
Anker ca 1972 Treppe ins Haus gelegt
Anker 20091122_04

Dass es auch frĂŒher manchmal schwer war, eine Bau- bzw. Nutzungsgenehmigung von der Stadt zu erhalten, erlebte der Ankerwirt Ernst Deckelmann. Nach einem Brand wollte er 1909 anstelle seiner Scheune einen Saal erbauen.

In seiner Antwort schrieb der Magistrat: "Zu dem Saale macht der Magistrat den Vorbehalt, daß darin wegen unmittelbarer NĂ€he der Kirche niemals öffentliche Tanzmusik oder mit Tanz verknĂŒpfte Unterhaltungen abgehalten werden dĂŒrfen." Auch die Kirchenverwaltung hatte EinwĂ€nde. Sie schrieb: "Gegen öffentliche Tanzmusik stimmen 4 Mitglieder, 2 Mitglieder stimmen fĂŒr Genehmigung. Damit ist jede öffentliche Tanzmusik abgelehnt. DafĂŒr daß nur Obernburger Vereine mit Musik und Tanz verknĂŒpfte Abendunterhaltungen in dem Saale abhalten dĂŒrfen, wozu nur Vereinsangehörige Zutritt haben, stimmen 4 Mitglieder, 2 Mitglieder stimmen auch hier dagegen. Bedingt wird, daß unter keinen UmstĂ€nden wĂ€hrend eines Gottesdienstes Unterhaltungen in dem Saale stattfinden dĂŒrfen und daß das gegen den Kirchenplatz zugehende Tor wĂ€hrend jedes Gottesdienstes und nachts geschlossen bleiben muß. Diese Genehmigung wird nur der Person Ernst Deckelmann gegeben und bei BesitzĂ€nderungen erlischt diese sofort."

 

In den Folgejahren wurde der "Anker" stĂ€ndig vergrĂ¶ĂŸert - u. a. mit dem Neubau Richtung Kirchplatz - und modernisiert. Das 3-Sterne-Restaurant und Hotel "Zum Anker***" mit dem schönen Fachwerkhaus in der Mainstraße wird heute in der fĂŒnften Generation von Hans Rudolf und Gisela Deckelmann gefĂŒhrt, die es von Rudolf und Ilse Deckelmann ĂŒbernommen haben.

Anker vom Kirchplatz aus

Zum Karpfen

Karpfen Ansicht Gaststaette TS 067

(TS)

Karpfen alt_001 Georg Deckelmann
Karpfen Georg Deckelmann
Karpfen Postkarte Biergarten TS 109

(TS)

Karpfen Gaestehaus mit Schwimmbad
Karpfen mit Haus Rupp
Karpfen mit Biergarten am Haus Rupp

Die Familie Deckelmann kam wÀhrend des spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) aus dem heutigen Flandern an den Main und siedelte sich in Obernburg an. Sie muss sehr gut betucht gewesen sein, denn schon bald betÀtigten sie sich als angesehene Schiffer, HolzhÀndler, Gastwirte und Brauer.

Eine Urkunde von 1807 belegt, dass dem Georg Deckelmann die Schildgerechtigkeit (Recht eine Gastwirtschaft durch Anbringung eines Schildes kenntlich zu machen und zu betreiben.) fĂŒr das Gasthaus "Zur Krone" erteilt wurde.

Ein Bierbrauer war es auch, der die stolze Tradition des „Karpfens“ begrĂŒndete. Johann Wilhelm Deckelmann kaufte im November des Jahres 1829 von einem gewissen Jakob Schad das Wirtshaus „Zum Karpfen“ und die dazugehörige Brauerei. 1850 ĂŒbernahm sein Sohn Rudolf mit seiner Frau Katharina den Betrieb. Rudolf starb allerdings schon 1854 im Alter von 29 Jahren. Seine Witwe fĂŒhrte den Betrieb weiter, bis ihr Sohn Josef Wilhelm Deckelmann ihn ĂŒbernahm.

 

Das Jahr 1887 entpuppte sich als Schicksalsjahr fĂŒr die Familie und den "Karpfen". Die Brauerei brannte nieder und wurde nicht mehr aufgebaut, da der Wirt infolge einer LungenentzĂŒndung, die er sich im Eiskeller der Brauerei zugezogen haben soll, mit nur 35 Jahren verstarb. Seine Frau fĂŒhrte den Betrieb weiter und zog die Kinder auf.




Im Jahr 1897 ließ sie sogar eine Gartenwirtschaft errichten, der auch eine Kegelbahn angegliedert war und dazu kam noch ein SaalgeschĂ€ft. Im Jahre 1909 war es der Sohn Georg Deckelmann - er hatte das Metzgerhandwerk gelernt - der mit seiner Frau Katharina die Wirtstradition im „Karpfen“ fortsetzte. Sie bauten aus dem ehemaligen Leinreiterstall ein Nebenzimmer, das von nun an den Turnern, Handballern und anderen Sportlern mit als Vereinslokal diente. 1879 grĂŒndeten ĂŒbrigens 17 junge Obernburger im "Karpfen" die Turngesellschaft.

Georg Deckelmann starb ĂŒberraschend 1938 im Alter von 58 Jahren. Und wieder war es die Ehefrau, die die ZĂŒgel in die Hand nahm und den Betrieb in den Wirren des Zweiten Weltkrieges weiterfĂŒhrte. 1948 ĂŒbernahm Sohn Rudolf Deckelmann (gelernter Metzger) zusammen mit seiner Frau Ilse (gelernte Köchin) den Betrieb. Die GaststĂ€tte wurde modernisiert und das Richtung Main gelegene Haus mit GĂ€stezimmern ausgestattet. Der Biergarten mit seinen großen Kastanien wich 1970 einem Neubau mit modernen Komfortzimmern. Rudolf Deckelmann engagierte sich auch im Heimat- und Verkehrsverein und war von 1961 – 1963 dessen 1. Vorsitzender.

1978 erwarben die Deckelmanns das mainseitig gelegene Nachbarhaus, um darin eine moderne SpeisegaststĂ€tte entstehen zu lassen. Da die etwa 400 Jahre alten Eichenbalken im Haus sehr gut erhalten waren, beließ man sie und integrierte sie in die neuen RĂ€umlichkeiten.

 

Seit 1990 fĂŒhren Sohn Wolfgang und seine Frau Christina das Hotel-Restaurant "Zum Karpfen***" nunmehr in der sechsten Generation. Mit stĂ€ndigen Renovierungen sowie Verbesserungen haben sie sowohl im Restaurant- als auch im Hotelbetrieb ein 3-Sterne-Haus geschaffen.

In den GastrÀumen ist dieser nachdenkliche Text zu lesen:

"Der Krieg ist ein Vorgang, bei dem sich Menschen umbringen, die einander nicht kennen, und zwar zum Ruhme und zum Vorteil von Leuten, die einander kennen und sich nicht umbringen."

Karpfen 20091122_002

Zum Ochsen

Das seit 1633 bestehende Gasthaus "Ochsen" lag ursprĂŒnglich auf der anderen Seite der Römerstraße (heutiges Anwesen Klemm). Durch Jahrhunderte war der "Ochsen" ein beliebtes Quartier und beherbergte u. a. den von Aschaffenburg kommenden König Ludwig I. und viele weitere hohe GĂ€ste. Die Chronik, "1900 Jahre Obernburg" schreibt: "Der Ochsenwirt Jörg Adam Ludwig konnte z. B. um 1644 nach dem Abzug der Besatzungssoldaten grĂ¶ĂŸere BetrĂ€ge mit der Stadt abrechnen."

Der zweite Obernburger Posthalter Johann Adam Helm verlegte 1768 die Poststation aus dem Gasthaus "Sonne" ins Gasthaus "Zum Ochsen". Schließlich zog 1910 der "Ochsen" auf die andere Straßenseite in die heutigen GebĂ€ude um. Als GebĂ€ude erwĂ€hnt wurden Wohn- und Gasthaus, Scheuer mit Stall, Torhaus, Kuhstall und Überbau, Schlachtraum, Kelterhaus mit Wohnhausanbau und WurstkĂŒche sowie SchweinestĂ€lle. Der "Ochsen" versorgte frĂŒher seine GĂ€ste mit seiner eigenen Metzgerei.

Ochsen mit Deckelmann
Ochsen TS 061

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Ochsenwirt Eduard Deckelmann (im Bild links vor seinem Lokal), Weinwirt und Metzger, brachte den "Ochsen" auf eine beachtenswerte Höhe. Seine Metzgerei und Wirtschaft boten nur Gutes und er selbst war das Muster eines GeschĂ€ftsmannes. Deckelmann leitete durch ein Menschenalter als BĂŒrgermeister (1894-1919) die Geschicke der Stadt Obernburg. In dieser Zeit, so erwĂ€hnte es Resi Priol, fĂŒhlten sich die BĂŒrger bemĂŒht, sich als GĂ€ste sehen zu lassen.

Ochsen mit Roemerstrasse Postkartenausschnitt

(TS)

Weitere Wirte waren Gabriel Elbert, J. Kempf und ab 1934 Alois Klein. Im Krieg war die Luftschutzdienststelle im "Ochsen" untergebracht. Schließlich ĂŒbernahm Ludwig Helm das Lokal. 1965 eröffnete er im Obergeschoss das Tanzcafe "Manuela", das ĂŒber viele Jahre ein beliebter Treffpunkt fĂŒr Tanzfreunde war.

Ochsen aussen mit Schild Manuela 002 Ochsen mit Schild Manuela 2
Ochsen Manuela innen
Ochsen Kerbbursche

1979 ĂŒbernahmen Ferdinand (der leider 2009 verstarb) und Ingrid Helm das Lokal, das sein Alt-Obernburger Gesicht bewahrt hat.


Der Ochsen ist das Vereinslokal des Musik-vereins, der hier alljÀhrlich den Kerbborsch aufhÀngt.

Ochsen 20091122_002

Der “Ochsen” verliert seinen Namen und wird ab Juli 2011 unter dem Namen “Shiva” von der Familie Sunny Ghotra als Restaurant mit Internationaler KĂŒche und GrillspezialitĂ€ten weitergefĂŒhrt.

Zum Abschluss der Serie sollen weitere nicht mehr bestehende gastronomische Betriebe erwĂ€hnt und die bisher noch nicht beschriebenen aktuellen LokalitĂ€ten aufgefĂŒhrt werden.

Café Deckelmann - Stadtcafé

Der um 1700 geborene Jakob Junior Deckelmann grĂŒndete 1722 das GeschĂ€ft „Backhaus, Winzerei und Landwirtschaft“ in der Römerstraße 49 (heute Arztpraxis Dr. Klemm). 1872 erweiterte sich das Unternehmen und ging in die Mainstraße 3 (heute Gasthaus Anker).

1902 zog Karl Deckelmann mit BĂ€ckerei und Gemischtwarenhandlung in die Römerstraße 59 um; sein Vater Ernst blieb mit dem „Anker“ in der Mainstraße. 1913 wurde zusĂ€tzlich eine Konditorei eröffnet. 1928 warb Karl Deckelmann: „Konditorei, BĂ€ckerei, Kolonialwaren, Lieferung von frischem Kaffee/Kuchen und Konditoreiwaren werden auf Bestellung prompt erledigt.“

1933 ĂŒbernahm Ernst Deckelmann das GeschĂ€ft von seiner Mutter. 1950 kam ein CafĂ© hinzu, das 1952 warb: „Stadt-CafĂ© am Rathaus. Wir laden zur Erholung ein bei gutem Kaffee, GebĂ€ck und Wein!“ Nachfolger GĂŒnter Deckelmann (BĂ€ckerei, Stadtcafe, Eisverkauf) fĂŒhrte den Betrieb in der achten Generation.

Er verpachtete spĂ€ter das Lokal, das weiterhin unter dem Namen Stadtcafe und BĂ€ckereiverkauf firmierte. Nach Renovierung erfolgte im Mai 2003 die Neueröffnung als Cafe „Domitian“ und BĂ€ckereiverkauf "Der Brotmacher".

Gaststaetten Deckelmann Stadtcafe Postkarte
Gaststaetten Deckelmann Karl Haus

Cafe Gruber, spÀter Strobel

Der Lauterhöfer Gruber erwarb 1908 das GebĂ€ude mit BĂ€ckerei (ehemaliges Distriktspital) in der Römerstraße 29 von Heinrich Koch und nutzte es als BĂ€ckerei und als Cafe Gruber.

Ab 1.5.1927 pachtete Edmund Bader die BĂ€ckerei und das Kaffee von Gruber.

SpĂ€ter ĂŒbernahm Georg Stobel das Konditorei-Cafe Gruber und warb 1952 „Eine gemĂŒtliche Plauderstunde bei gutem Kaffee in froher Runde im CafĂ© Gruber“ und 1953 „GemĂŒtlicher Aufenthalt bei gu-tem Kaffee und Kuchen finden Sie im CafĂ© Gruber, Inh. Georg Strobel.“

Mit Georg Stobel endete die Geschichte dieses Cafes. Heute befindet sich hier das GebÀude der HypoVereinsbank.

Gaststaetten Cafe Gruber Strobel

Cafe zur MainbrĂŒcke

So warb 1928 der Besitzer J. Gruber fĂŒr sein Cafe gegenĂŒber dem Bahnhof an der alten MainbrĂŒckenauffahrt: „Terrasse mit herrlicher Aussicht ins Main-, Spessart- und Odenwaldtal. Kaffee, Tee, FrĂŒhstĂŒcksstube“.

Seit etwa 1937 ist die Familie Thorwart Besitzer des zu einer Gastwirtschaft umgebauten Lokals „Zur alten MainbrĂŒcke“.

Gaststaetten Cafe Gruber Mainbruecke

Turm-Café

1965 ĂŒbernahm Karl Teichmann BĂ€ckerei und Konditorei von Andreas Heinlein und etablierte das „Turm-CafĂ©“ in der Römerstraße 71, das spĂ€ter von der Familie SchĂŒĂŸler weitergefĂŒhrt wurde und dann auslief.

Seit vielen Jahren nutzt die Elsenfelder BĂ€ckerei Weigand das Anwesen als ihre Obernburger Verkaufsfiliale.

GaststaettenTurmcafe
Gaststaetten Eiscafe Venezia
Gaststaetten ALaTurca
Gaststaetten Bacchuskeller

In der Zeit des Zuzugs italienischer Gastarbeiter entstand in der Römerstraße das erste Obernburger „Eiscafe Venezia“ in den RĂ€umen der ehemaligen Schreinerei Kempf in der Römerstraße. In die RĂ€ume zog 1974 eine chemische Reinigung ein bevor das GebĂ€ude abgerissen wurde und der Neubau der Raiffeisenbank entstand.

In dem EckgebĂ€ude Pfaffengasse/ Mainstraße eröffnete W. Bauer 1977 die GaststĂ€tte „BrĂŒckengrill“. Horst Walter fĂŒhrte von 1991 bis zu seinem Tod im Jahre 2009 das Lokal unter dem Namen „Grill am GĂ€nsrain“ weiter“.

Auf dem GelĂ€nde des alten Gasthauses „Zum Hirschen“ steht nach dessen Abriss und mehrmaligen Neubauten (Hypobank, Möbelausstellung Firma Spilger) heute das so genannte „Spilgerhaus“ an der Ecke Römerstraße/Schillerstraße. Das im Keller eingerichtete Weinlokal wurde in den Folgejahren unter verschiedenen Namen wie „Nemaninga“, „Ala Turca“ und „Bacchuskeller“ gefĂŒhrt, ist aber heute unbewirtschaftet.

In dem GebĂ€ude neben der Kirche entstanden im Untergeschoss gastronomisch zu nutzende RĂ€ume zunĂ€chst unter dem Namen „Sakristei“, dann „Zur Kellertrepp" und zuletzt China-Thai-Restaurant „Asia“. Die RĂ€ume werden heute nicht mehr gastronomisch genutzt.

Gaststaetten Gaensrain
Gaststaetten Kellertrepp

Folgende gastronomischen Betriebe gibt es heute noch (Ende 2010) in Obernburg.

Gaststaetten Apfelweinlaube
Gaststaetten Desiree
Gaststaetten Lido2
Gaststaetten Kult
Gaststaetten Alte Mainbruecke
Gaststaetten Weidig2010
Gaststaetten PizzeriaItalia2010

Nach dem Umbau einer Scheune mit Stallungen eröffneten Martina und Toni Vad im Mai 2005 in der Oberen Wallstraße 11 die HĂ€ckerstube „Zur Apfelweinlaube“ mit Partyservice.

 

In dem ehemaligen GebĂ€ude der Metzgerei Staab in der Römerstraße 69 etablierte sich 1978 die „Italienische Eisdiele Cortina“ der Familie de Martin.

 

Das gemĂŒtliche Cafe „DesireĂ©“ im 1. Stock in der Römerstraße 14-16 mit Blick auf die romantische Altstadt gibt es seit 1996.

Seit MĂ€rz 2004 bietet das „Dönerhaus“ vom Mehmet Akcicek in den RĂ€umen der ehemaligen Drogerie Ziemlich in der Römerstraße 58 tĂŒrkische SpezialitĂ€ten an.

 

Im renovierten ehemaligen GebĂ€ude der OVGO am Kreisel, in dem frĂŒher der „Ludwigskeller“ untergebracht war, ist das „Eiscafe Lido“ ein gern und viel besuchter Ort.

Nach dem Umbau des alten Fachwerkhauses in der Unteren Gasse 24 wurde im Erdgeschoss das Ristorante Italiano „Zum Kasper“ bei Gianni eröffnet. Heute wird es unter dem Namen „Zum Kasper bei Tanino“ betrieben.


 

In dem GebĂ€ude der ehemaligen GaststĂ€tte „Altdeutsche Weinstube“, spĂ€ter „Stadttor“ eröffnete Peter Amrhein das „Cafe-Bar-Restaurant KULT“ mit Biergarten, das er nach dem Neubau des Hauses auch heute noch fĂŒhrt.

Nach dem Neubau der GebĂ€ude am Wendelinusplatz am Kreisel eröffneten Petra und Olaf Gottwald das „Grand CafĂ© Lounge LOFT“, das 2009 durch einen Wintergarten erweitert wurde.

Seit etwa 1937 wird die Gastwirtschaft „Zur alten MainbrĂŒcke“ neben dem heutigen BrĂŒckensteg gegenĂŒber vom Bahnhof von der Familie Thorwart, seit Anfang 2011 in der 3. Generation von Rudolf und Winnie Thorwart, gefĂŒhrt.

Steffen Arendt und Anja Taudte kauften die ehemalige KochsmĂŒhle und bauten sie mit vielen Ideen und großem Engagement zu einem vielseitigen Gastronomiebetrieb um. Beide eröffneten 2007 das Lokal „Die MĂŒllerei“ und bewirtschafteten sie zwei Jahre selbst. Seit dem 1. Mai 2009 steht der „Event und Erlebnisgastronomie“-Betrieb unter der Leitung von Harald Heigel und Barbara Alexander.
 

Die „Pizzeria im Weidig“ wurde 1987 unter dem Namen „Restaurant und Pizzeria im Weidig“ von Branka und Mimmo eröffnet und 1991 von den Eltern des heutigen Wirts weitergefĂŒhrt. Seit Ende Mai 2010 begrĂŒĂŸen die Wirtsleute Francesco und Angela Gorini die GĂ€ste nach Umbau und Renovierung in neuem Ambiente mit Wintergarten und Sonnenterrasse.

Die im Sportheim am Salztrög eingerichtete GaststĂ€tte „Salztrög-stuben“ wird seit 1978 von verschiedenen PĂ€chtern betrieben. Der neu angebaute Wintergarten und die Terrasse erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

 

Im Untergeschoss des EckgebĂ€udes Römerstraße/Kreßstraße eröffnete Kanaat Akpinar vor einigen Jahren das „Bistro Stopschild“, ein Billard-Pub mit UnterhaltungsgerĂ€ten, Dart, Kicker, Billiard und ab 2004 auch mit Internetcafe. Im Mai 2010 erfolgte der Umzug in die Römerstraße/Ecke Mainstraße in die RĂ€ume, in denen vorher die Lokale „König Gustav“, „Schinderhannes“, „Limes-Eck“ und „Wahnsinn“ ihren Sitz hatten.

 

In der Römerstraße 17, in dem schmalsten Haus Obernburgs, existiert seit 2004 die „Pizzeria Italia“ mit Lieferservice.

Gaststaetten Eisdiele Cortina 2
Gaststaetten Doenerhaus
Gaststaetten Kasper
Gaststaetten LOFT2010
Gaststaetten Muellerei1
Gaststaetten Salztroegstuben
Gaststaetten Stopschild2010

Der VollstĂ€ndigkeit halber mĂŒssen aber auch folgende gastronomisch tĂ€tigen Betriebe genannt werden:
BĂ€ckercafe Domitian, BĂ€ckereicafe mit Bistro im Torhaus, Cafeteria Canape im Möbelhaus Spilger, Asia-Express, Hinkelhaus, Cafe fifty, Bahnhofskiosk, Brigittes FischstĂŒbchen, Cafe im REWE-Markt, Stehcafes in der BĂ€ckerei Braunwarth, in Tankstellen, Metzgereien und MĂ€rkten.

Auch die Vereinsgastronomie darf nicht unerwÀhnt bleiben.

Gaststaetten Waldhaus 1

1900 wurde der Waldhausverein Obernburg gegrĂŒndet und ein „Waldhaus“ gebaut. Die Waldhausfeste in den Sommermonaten waren ein beliebter Treffpunkt fĂŒr jung und alt. 1950 wurde ein neues grĂ¶ĂŸeres Haus gebaut, das am 28.3.1985 abbrannte und danach aber wieder aufgebaut wurde. Das Waldhaus ist mittwochs und am Wochenende ein beliebter Treff mitten im Wald.

ZusĂ€tzlich bieten einige Vereine in ihren Vereinsheimen fallweise gastronomische AktivitĂ€ten an: Angelsportverein, Verein fĂŒr Deutsche SchĂ€ferhunde, Fußballverein, SchĂŒtzenverein, Tennisclub.

 

Heinz Janson