Aus römischer Zeit ist nur ein Kochbuch überliefert: De Re Coquinaria, „Über die Kochkunst“ von Marcus Gavius Apicius. Er hat das Buch im 1. Jhdt. n.Chr. geschrieben oder schreiben lassen. Es enthält mehr als 500 Rezepte. Im Laufe der Geschichte wurden die Rezepte dem Zeitgeschmack angepasst oder vereinfacht. Durch diese Änderungen bekam das Kochbuch die uns bekannte Form aus dem 4. Jahrhundert. Vielleicht haben Sie, liebe Leser, einmal Lust zum Ausprobieren?

Birnenpatina

  • 1 kg Birnen
  • 4 – 5 Eier
  • 3 EL Honig
  • 100 ml süßen Weißwein
  • etwas Olivenöl
  • 1 TL gemahlener Kümmel
  • 1 Schuss asiatische Fischsauce (besser Worcestersauce oder Salz)
  • gemahlener Pfeffer

 

Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Honig und Wein kochen, bis die Birnen weich sind und der Saft eingekocht ist. Pürieren; Kümmel, Fischsauce, Pfeffer und zum Schluss die geschlagenen Eier zufügen. Die Masse in eine flache Form gießen und bei etwa 175 Grad für 30 – 40 Minuten in den Ofen stellen. Der Birnenauflauf kann warm und kalt gegessen werden. Es empfiehlt sich, den Auflauf am Abend vorher zu machen und nicht zu kalt (z.B. im Keller) ruhen zu lassen.

Lucanische Fleischbällchen

  • 750 g Hackfleisch (Rind/Schwein)
  • 150 g Griebenschmalz
  • 40 g Pinienkerne
  • 2 TL gemahlener Pfeffer (besser weniger!)
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Bohnenkraut
  • 1/2 TL Weinraute
  • 1/2 TL Rosmarin
  • 1/2 TL Thymian
  • 2 zerkleinerte Lorbeerblätter
  • 2 EL Liquamen = Fischsauce, Ersatz durch Sardellenpaste, Worcestersauce oder Salz

 

Fleisch, Schmalz und Pinienkerne mit der Gewürzmischung gründlich verkneten und abschmecken. Nach Geschmack noch in Sesamsamen wälzen. Kleine Bouletten formen und in Olivenöl (oder einem anderen Pflanzenöl) braten. Die Bällchen können warm oder kalt gegessen werden.

Werner Trunk

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